Die Welt befindet sich im Wandel.

Das traf vor ca. 1 Mio. Jahren, als die Menschen begannen planvoll Feuer zu entfachen, sicherlich genauso zu wie heute. Der Unterschied für uns ist jedoch, dass wir das Feuer mittlerweile einigermaßen gut beherrschen. Die digitale Transformation und die damit verbunden Innovationsdichte stellt uns jedoch jetzt und in Zukunft vor zahlreiche Herausforderungen. Allein in den letzten 15 Jahren haben die technologischen Entwicklungen unser tägliches Leben grundlegend verändert.  Für einige gehören eBooks, Navigationsgeräte, Video-Streaming, Spracherkennung, Cloud-Computing, Instant Messaging, autonome Autos, private Raumfahrt, KI-gesteuerte Fabriken, Roboter, Smart Phones, Smart Homes, Smart Cities und Smart Factories schon zum Alltag. Aber das, was technisch möglich wäre, hat das, was gesellschaftlich möglich ist, mittlerweile überrundet.

In diesem Blog beschäftigen wir uns mit diesen Entwicklungen und deren Auswirkung auf unser Zusammenleben. Was bedeutet es für uns als Gesellschaft, wenn Inhalte von jedem beliebigen Ort der Welt in der Cloud abgelegt und von jedem anderen Ort wieder abgerufen werden können. Wenn Kommunikation ohne Verluste und Verzögerung über völlig unterschiedliche Kanäle synchron und asynchron betrieben werden kann. Wenn der Wohlstand der Gesellschaft nicht mehr direkt gekoppelt ist an die Arbeitskraft einer Gesellschaft. Und wenn Informationen sich ungeachtet von Relevanz, Wahrheitsgehalt und moralischen Filtern in kürzester Zeit weltweit verbreiten können.

Persönlich sind wir große Verfechter von Digitalisierung, Mobilität, Industrie 4.0 und allen anderen technologischen Trends, die aktuell durch die Medien gejagt werden. Gemessen an der Verbreitung von Krieg, Hunger und Krankheiten geht es uns zur Zeit besser als je zuvor in der Geschichte. Und unserer naiven Meinung nach haben die meisten aktuellen Entwicklungen das Potenzial diesen positiven Trend weiter voranzutreiben. Aber nicht ganz zu unrecht gibt es auch pessimistische Stimmen. Wird das Leben unpersönlicher? Werden Teile der Gesellschaft abgehängt? Werden Terror, Angst und soziale Kälte durch Amazon, Facebook und Co. begünstigt?

Wir glauben, dass alle diese Fragen ihre Berechtigung haben. Deswegen möchten wir uns damit auseinandersetzen. Wir wollen die Ursachen verstehen und einen Blick auf mögliche Lösungen zu werfen. Dabei hat jeder von uns seinen ganz persönlichen Blick auf die Zukunft:

Zukunft der Arbeit

Gregor Ilg ist seit 2013 bei etventure. Als Head of Product beschäftigt er sich täglich mit neuen Produktideen, Technologien und Trends. Vieles davon betrifft konkrete Problemstellungen, die objektiv betrachtet nicht immer von allgemeinem Interesse sind. Aber dennoch finden sich neue, innovative Ideen im Kleinen und im Großen, über die man sich unabhängig von der konkreten Projektarbeit Gedanken machen kann.

„Digitale Transformation“ ist in aller Munde. Und sie polarisiert. Was passiert mit unserer Arbeitswelt im Angesicht des Wandels? Es brechen nicht nur traditionelle Jobs weg, sondern die gesamten Strukturen. Co-Working Spaces, Click Worker, Digitale Nomaden, die Generation Y und zwischendrin ein paar Roboter, die in Zukunft dann bitte auch Einkommensteuer zahlen sollen. Wo soll das hinführen? Von aktuellen Methodiken bis hin zu Ausblicken auf die Zukunft der Erwerbstätigkeit (oder neudeutsch New Work) beschäftigt Gregor alles, was mit der Zukunft der Arbeit zu tun hat. #NewWork #Productmanagement #Agile

 

Zukunft der Bildung

Andreas Broby Ilg war nach Abschluss seines  Lehrerstudiums vier Jahre als selbständiger Unternehmer tätig. Hier lernte er, dass sich allzu oft menschliche Interessen den wirtschaftlichen Zielen unterwerfen müssen. Er durchlebte Höhen und Tiefen des Unternehmertums mit allen Vor -und Nachteilen. 1997 wechselte er sein Berufsfeld und arbeitet bis heute als Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern. Da er in Kopenhagen geboren wurde, bringt er Schülern in einem Dänemarkprojekt seit 10 Jahren alles über das Land der Inseln und Brücken bei, was Kinder darüber wissen wollen und unterrichtet auch Dänisch als 2. Fremdsprache.

Nach einem Burn-Out, unter anderem als Ergebnis einer problematischen sozialen Interaktion und Gesprächskultur an seiner Schule, verspürte er den Drang, etwas an seinem Leben zu ändern. Seitdem hat er sich intensiv damit beschäftigt, wie ein nachhaltiges Leben in Zukunft aussehen könnte. Sein Hauptthema ist dabei selbstverständlich die Bildung.

Wie entwickelt man Teamfähigkeit für ein sicheres Gefühl in der Gemeinschaft oder Klasse? Welche Eigenschaften sollte ein  Lehrer haben, damit Kinder ihm als Freund folgen und nicht aus Angst vor schlechten Zensuren oder Bestrafung? Wie kann man Kinder und Jugendliche am besten abholen und auf die Herausforderungen einer neuen, digitalen Gesellschaft vorbereiten? Welche Ziele sollte Bildung in Zukunft haben? #Nachhaltigkeit #Achtsamkeit #Vielfalt #Offenheit #Werte #Ehrlichkeit

Zukunft der Welt

Nicht zuletzt haben die aktuellen Entwicklungen natürlich auch völlig unabhängig von unseren beruflichen Werdegängen sehr persönlichen Einfluss auf uns und unser Umfeld. Mitunter sicherlich durchaus getrieben durch die Digitalisierung gehen die Themen hier noch weit darüber hinaus. Es gibt viele spannende Initiativen und Ideen, die sich mit der modernen Welt beschäftigen. Wirtschaftlich, politisch, kulturell und gesellschaftlich. Diese Themen möchten wir uns anschauen und mit unseren ganz eigenen Perspektiven abgleichen. Wir wollen ein Gefühl dafür bekommen, wo die Reise hingeht und möglichst auch ein Stückchen mitreisen. #FutureProof

Aber egal wie vielfältig die Themenbereiche sind. Und auch wenn sie rein objektiv gesehen, vielleicht wenig Zusammenhang haben, so gibt es doch einen Grundsatz, der diesem ganzen Projekt zugrunde liegen soll:

Erst wenn man sich über das „Warum“ im Klaren ist, hat man eine gute Chance das richtige „Wie“ zu finden.

Und angefangen hat das Ganze irgendwie hier.